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Ein Mega-Wahrzeichen für den Osdorfer Born!

Höchstes Graffito der Welt am Immenbusch eingeweiht!

Hamburger Wochenblatt - 14. August 2002

Der Osdorfer Born hat ein neues Wahrzeichen. Es ist 42 Meter hoch und 13 Meter breit: das höchste Graffito der Welt. Rund 1500 Sprühdosen und jede Menge Schweiß verbrauchten die Brüder Haris (25) und Aimal (23) bei der Aktion. Wer vor dem bunten Wandbild steht, gerät erstmals ins Grübeln. Was sollen zum Beispiel die schwebenden Röhren bedeuten?

Alles ganz einfach, erläutert Aimal, der jüngere der beiden Jahed-Brüder, als das Wahrzeichen vergangene Woche eingeweiht wurde: "Im oberen Bereich sehen wir den Osdorfer Born vor dem Eingriff des Menschen, dann wird der Stadtteil dargestellt, und dann sieht man einen DNS-Strang sowie die Eingriffe in die Natur."Schließlich folgt im unteren Bereich des Graffito eine hoffnungsfrohe Zukunftsvision: Die Natur ist wieder im Einklang mit sich." "Es geht schon drum, mit diesem Graffito das Bewußtsein zu wecken, die Natur zu erhalten", bestätigt Eberhard Gilde, Geschschäftsstellenleiter der SAGA Osdorf.

Bevor die Jahed-Brüder ihr Vorhaben umsetzen konnten, hatte auch die städtische Wohnungsgesellschaft, der das Haus am Immenbusch 33 gehört, ein Wörtchen mitzureden. Auch die Stadtteilkonferenz und die Borner Runde stimmten zu. Unter einer Bedingung, so Stadtteilentwicklerin Katrin Jäncke: "Das Wandbild mußte etwas mit dem Stadtteil zu tun haben." Kein Problem für die Graffiti-Künstler, die schon in anderen Stadtteilen Häuserwände verziert haben. Sie stellten sich in nahe gelegene Born-Center, sprachen mit Passanten und stellten ihren Entwurf vor. Ergebnis: Selbst der Schack-See, benannt nach dem legendären "Opa" Schack, kommt in dem Wandgemälde vor. SAGA-Mitarbeiter Gilde sieht das Projekt als ein Teil der Veränderung für den Born. "Wir wollen die Anwohner motivieren, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen." Dazu gebe es Begegnungen des Stadtteils mit Anwohnern. Es werde beispielsweise gemeinsam überlegt, ob bestimmte Wege abends zu dunkel seien und beleuchtet werden müßten.

Für die Jugendlichen war der Medienrummel um das Welthöchste Graffito eine willkommende Abwechslung. Einige wie die zwölfjährige Melanie durften auch selbst mit der Spraydose in das Malgerüst. Das Wandgemälde findet sie auf jeden Fall "stark". Saskia (13) formulierte da etwas zurückhaltender: "Das sieht schon hübsch aus ."