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Das größte Jugendprojekt seiner Art in Deutschland

Kunst oder Schmiererei? - Neues Super-Graffiti

Hamburger Wochenblatt - 15. Januar 2003

Graffiti-ist dies nun Kunst oder Schmiererei? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Denn nicht immer sehen die Gebäude, Brücken und freie Flächen, die durch (wilde) Graffitis bemalt werden, hinterher unbedingt schöner aus. Meist sind es Jugendliche oder junge Erwachsen, die so beweisen wollen, wie "Künstlerisch" sie doch begabt sind. Doch es gibt auch Ausnahmen. So entstand jetzt ein wahres Graffiti-Kunstwerk, (das diesen Namen wirklich auch verdient hat) an der Autobahnbrücke der A 24 im Schiffbekerweg.

40 Jugendliche einer Kirchengemeinde in Jenfeld des Jugendclubes Jenfeld arbeiteten die Motive für das 500 Quadratmeter große Bild mit ausdrücklicher Billigung der Behörden und Ämter aus. Die beiden Bilder, die sich aus verschiedenen Motiven zusamensetzen heißen (Fahrtrichtung Nord-Süd) "Jugendliche, wie sie ihre Welt sehen" und (Fartrichtung Süd-Nord) "wie die Realität dazu steht". Künstlerischer Leiter der Aktion waren der 23 jährige Aimal Jahed (Künstlername NULON) und sein Bruder Haris (Künstlername FUSION ). Beide wurden in Kabul/Afghanistan geboren und leben seit mehr als 20 Jahren in Hamburg. Sie haben schon zahlreiche große Bilder in Hamburg gesprayt und sich mit diesen Werken viel Anerkennung verschafft. Auch bei denen, die sonst diese Art von Kunst ablehnen. So schufen sie zun Beispiel das höchste Graffiti an einem SAGA-Hochhaus im Osdorfer Born und bemalten unter anderem das Haus Schiffbeker Weg/Kattensteert, das Gymnasium St. Georg in Horn, das Parkhaus Rahlstedt sowie zahlreiche SAGA-Häuser in Jenfeld und Rahlstedt.

Für das neue Bild im Schiffbeker Weg brauchten die beiden anerkannten Graffitikünstler Fraben aus über 1000 Sprüdosen. Gesamtkosten 20.000 Euro, die zum überwiegenden Teil aus der Baubehörde stammen.

Auch das Hamburger Spendenparlament hat sich mit 6.000 Euro an dem Projekt beteiligt. Obwohl sich zahlreiche Jugendliche an dem Projekt beteiligt hatten, dauerte es etwa drei Monate bis zur Fertigstellung. Vorher hatten dei beiden Küntler etwa ein Jahr lang im Jugendclub Jenfeld mit Jugnedlichen über die Arbeiten gesprochen und regelrechten Kunstunterricht erteilt. Jedes Motiv wurde, ehe es auf die Brücke gesprayt wurde, im Einzelnen erörtert und überlegt, wie die Aussage am besten umgestezt werden sollte. Esc lohnt sich wirklich, hier einmal anzuhalten unde sich die Motive in Ruhe anzuschauen. So stehen bei beiden Bildern jeweils die Schule im Mittelpunkt. Weitere Themen sind zum Beispiel das Knacken von Auots mit den Folgen (schwerer Verkerhsunfal), das Besprühen von S-Bahnen, der Traum vom "anderen" Leben jenseits des Horizontes, der Einsamkeit, die der Computer mit sich bringt (Abkapselung!).

Alternativen wie Familienleben, Sport, Angeln, Berufswünsche und vieles mehr.Wer sich mit Jugendlichen und ihrer Welt, in der sieheute leben (leben müssen) intensiv beschäftigt wird das Graffiti vertshen. Die beiden Künstlet sind auch bereit, so sagten sie dem Wochenbaltt, nach vorherigen Rücksprache im Jugendclub (der dann auch den Kontakt herstellt) regelrechte Führung anzubieten. Angst, das das Werk von anderen Sprayern übermalt wird, haben die beiden Künstlet nicht. Auf den Brückenpfeilern sin (für Insider deutlich zu erkennen) ihre Künstlernamen aufgesprayt. Und das, so sagen sie, wird allgemein "akzeptiert".