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Graffiti-Brüder machen Kunst für alle

Hamburger Wochenblatt - 26. August 1999

Die Verwandlung einer tristen Schmuddel-Hauswand an der Ecke Schiffbeker Weg und Kattensteert in ein strahlendes, buntes, lustiges und interessantes Kunstwerk mittels Sprühfarbe wurde vor kurzem schon im Wochenblatt angemessen gewürdigt: "Ein echter Hingucker!" Doch wer steckt hinter den Künstlernamen "FUSION" und "NULON", mit denen das Kunstwerk auf der 10 mal 15 Metern großen Fläche unterzeichnet ist?


Zwei Brüder aus Jenfeld, Ramin (22) und Aimal Jahed (20), sind "FUSION" und "NULON". Und ihre Arbeiten schmücken schon manche Fläche in Hamburgs Osten. Die Haie im Freibad Aschberg sind von ihnen und auch die Zwerge an der Apotheke am Einkaufszentrum Querkamp.

Neun Tage haben sie für das Gemälde an der Wand am Kattensteert gebraucht, dabei 120 Farbdosen geleert. "Zuerst haben ein paar Leute, die vorbeikamen geschimpft, ´Schon wieder Schmierereien`, aber als wir nach und nach das Bild herausgearbeitet haben, waren alle begeistert", erinnert sich Ramin, "sogar einige Autofahrer haben spontan angehalten und haben zugeguckt." Unterstützung in Form von Musik und Getränken kam auch von den Hausbewohnern, eine Reaktion: "Wow, jetzt wohne ich in einem Kunstwerk!" Voll des Lobes sind Fusion und Nulon für ihren Auftraggeber, der allerdings keinen Wert auf Öffentlichkeit legt. Denn der ließ ihnen die künstlerische Freiheit, die sie für ihre Werke brauchen.

"Abgemacht war nur: nichts Aggressives und nichts Politisches", erklärt Aimal. So blieb genug Platz für die Kreativität und die eigenen Ideen der Sprayer und für die klassischen Graffiti-Elementen, die zu einem Werk dazu gehören, damit es in der Szene anerkannt wird: "Charackters", besondere Figuren und Pointen, und "Tags", die verschnörkelten Markenzeichen der Urheber.

Letzter Schandfleck an der belebten Ecke ist jetzt ein grauer Stromkasten, der so gar nicht in das neue Gesamtbild paßt. "Dafür sind die HEW zuständig", weiß Aimal, "und die haben auch früher schon Malaktion genehmigt..."